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Consumer Marketing in 2011: 7 Thesen für erfolgreiche Kommunikation im Jahr 1 nach dem Social Media Hype

Das Jahr 2011 wird nach dem Aktionismus in den sozialen Netzwerken in 2010 ganz sicher ein strategischeres Jahr für die Marketingabteilungen. Facebook-Kampagnen können erstmals rückblickend bewertet werden. Interne Strukturen werden geschaffen, teilweise mit speziellen Social Media Manager Positionen. Ziele werden klarer formuliert und Erfolge noch genauer gemessen werden.

All dies ist im Prinzip jetzt schon klar. Doch dies sind nur Bausteine. Noch mehr ankommen wird es auf die Bestimmung, die Überzeugung, die Unternehmen und Marken für sich sehen. Erst daraus können strategische Leitlinien entstehen. Und nur abgeleitet davon kann entschieden werden, was nun digital und was offline und welcher Form gespielt werden soll.

Wir haben 7 Thesen für das Consumer Marketing aufgestellt, die als Leitlinien in der Entscheidungsfindung dienen können:

1. Die Trennung zwischen Kommunikation und Verkauf verschwindet langsam!

Die digitale Welt lehrt die Menschen, dass die nächste nur einen entfernt ist. Diese Erfahrung prägt sich in das Bewusstsein ein und verändert das Kaufverhalten – auch in der realen Welt. Es wird weiterhin darum gehen, Menschen zunächst mit relevanten Inhalten zu überzeugen und zu binden. Es wird aber zunehmend wichtiger, den Interessierten eine schnelle und unkomplizierte Kaufmöglichkeit anzubieten. Mit Foursquare und Facebook Places stehen bereits technische Dienste bereit, um Initiativen entsprechend auszurollen. Social Media Marketing, Kommunikation und Vertrieb müssen enger verzahnt werden!

2. Marken müssen den Handel stärker incentivieren!

Die zunehmende Implementierung eigener Shops auf Netzwerken wie Facebook sind eine starke Konkurrenz für den Handel. Dies gilt für E-Commerce ebenso wie für den stationären Handel. Die Händler reagieren darauf mit eigenen Initiativen. Speziell der stationäre Handel aber leidet unter dieser Entwicklung, zumal er in der Regel die Preise nicht halten kann. Applikationen wie Barcode Scanner o.ä. machen es den Händlern um so schwerer. Marken müssen ihre digitalen Kanäle besser nutzen, um den Handel zu unterstützen.

Der Weg muss sein: Über die Brand Plattform in den Handel und von dort zurück auf die Brand Plattform für den nötigen Support. Damit bliebe der Nutzer im eigenen Marken-Kreislauf und der Händler hätte einen zusätzlichen Nutzen durch den Hersteller. Hierzu ein passender Artikel zum Thema Social Shopping

3. Tracking ist alles!

War in 2010 noch die Zahl der Fans oder Followers entscheidend, so wird es in 2011 viel stärker darauf ankommen zu prüfen, welchen Effekt die Kommunikation mit diesen Menschen auslöst. Kommen Fans über Facebook in den eigenen Shop, wollen sie zumindest mehr über die Marke/das Unternehmen erfahren? Oder ist am Ende doch nur alles Unterhaltung ohne Business Effekt? Unternehmen müssen hier eigene Wege finden, die relevanten Daten zu bekommen und auszuwerten.

4. Reichweite zählt!

Auch wenn es wichtig ist, die Menschen zu erreichen, die andere beeinflussen. Auch wenn der loyale User viel mehr bedeutet als jemand, der über ein Gewinnspiel als Fan rekrutiert wurde: Im Ergebnis zählt für starke Marken immer noch die Reichweite. Und das ist richtig so! Coca Cola, Red Bull, Nike oder Adidas sind deshalb erfolgreich, weil sie individuelle Themen massentauglich machen. Relevant werden Initiativen genau dann, wenn eine kritische Masse aktiviert werden kann.

5. Nicht alles mitmachen!

Es wird auch in 2011 wieder zig Innovationen geben. Die digitale Welt wird von Revolutionen sprechen, die unser gesamtes Verhalten und das Marketing verändern. Die wenigsten dieser digitalen Ideen werden langfristig überleben. Unternehmen sollten sich weniger von technischen Veränderungen treiben lassen, als von den eigenen Ideen – und mit diesen Ideen dann relevante Kanäle für sich nutzen.

6. Digitales Marketing absichern!

Das Jahr 2010 war geprägt von größtenteils unkritischem Verhalten der Menschen in sozialen Netzwerken gegenüber dem Marketing. Dies war wohl vor allem ein Ergebnis der Neuartigkeit von Kommunikation mit Unternehmen. Zuletzt häuften sich aber Fälle, in denen Fans Facebook Seiten bewusst nutzten, um Unternehmen bzw. Marken zu kritisieren oder zu attackieren. Dieser Trend wird sich in Deutschland fortsetzen, denn trotz allem amerikanisch geprägten Network-Denken bleiben die Deutschen kritisch und per se skeptisch. Es wird für Unternehmen darauf ankommen, diese Skepsis abzubauen und somit den Teppich für erfolgreiches Marketing in Social Media auszurollen. Aber…

7. Echter Mehrwert statt bloßer Kommunikation!

Es sind die Zeiten vorbei, in denen die PR-Abteilung mit ein paar Statements und Informationen die Menschen draußen mal schnell überzeugen konnte. Der Verbraucher merkt, wann es sich um leere Worthülsen handelt – oder wann ein Unternehmen einen echten Mehrwert anbietet. Der rote Teppich besteht also mehr aus Taten als aus Worten. Im Ergebnis dessen wird sich der Kundenservice als fester Teil der digitalen Marketingkommunikation etablieren!

Zum Thema Handel hat Off-the-record auch einen Artikel geschrieben – und die Diskussion dazu ist recht interessant: Zum Artikel

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