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Felix Magath auf Facebook: Sozialer Kuschelkurs bei Top-Managern?

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Kann dieses Beispiel Schule machen? Die Kuschel-Offensive von Schalke-Trainer Felix Magath war in der letzten Woche eines der Themen der Sportberichterstattung. Aber warum? Ein Teil der Bundesliga-Spieler ist auch auf Facebook. Nun geht ein Trainer dort in die Offensive. Was ist daran besonders?

Dass Felix Magath nun auf Facebook ist, ist meines Erachtens nichts besonderes. Trainer und Spieler müssen im Fußball zusehends ihre eigene Vermarktung vorantreiben, die sie als Typen inszeniert und damit ein Stück unabhängiger von den sportlichen Erfolgen macht. Gerade die Coaches sind schnell weg vom Fenster, wenn es nicht läuft. Von daher suchen Trainer gerne mal die werbetreibenden Unternehmen. Zudem ist ein gutes Image für neue Arbeitsgeber förderlich. Oder sagen wir so: Ein schlechtes Image ist hinderlich, weshalb Lothar Matthäus bis heute noch keinen Bundesligisten trainiert hat.

spiegel.de schreibt über Magath auf Facebook

Felix Magath aber ist ein Sonderfall. Er ist der starke Mann auf Schalke – eher der Manager als der Trainer. Und ihm wurde zuletzt mangelnde Kommunikation vorgeworfen, gerade mit den eigenen Fans. Es geht letztendlich um nichts anderes als um die Kultur in einem der deutschen Traditionsvereine – oder betriebswirtschaftlich gesagt – in einem Millionen-Unternehmen.

Und damit wären wir bei den Parallen zu jedem anderen deutschen Großunternehmen. Die Manager sind oft weit weg von den eigenen Angestellten oder den Shareholdern. Man misstraut ihnen zu Teilen, vermutet egoistische Motive, fühlt sich nicht eingebunden. Eben eine Frage der Kultur.

Und so ist die Frage, ob das Beispiel Felix Magath nicht ein signalgebendes Beispiel sein kann für andere Top-Manager, die offensiv in die Kommunikation gehen und somit aktiv um Vertrauen werben. Natürlich besteht neben der Chance auch das Risiko, negative Kritik hart zu spüren zu bekommen. Aber mal ganz egoistisch gedacht müsste jedem Top-Manager klar sein:

Kommunikation ist heute ein wichtiger Teil der Unternehmenskultur – sie wird immer wichtiger. Ein kommunikativer Manager bekommt mehr Feedback, mehr Verständnis – und ganz nebenbei wird er sich wohler fühlen, wenn er mehr Akzeptanz genießt. Seinem persönlichen Image wird es helfen und ihn damit auch attraktiv machen für andere Aufgaben. Vorausgesetzt: Er handelt auch verantwortungsbewusst.

Felix Magath hat aktuell übrigens ca. 100.000 Fans versammelt. Und dafür musste er keine Werbung betreiben. Allein sein Name ruft dieses Interesse hervor. Am Ende springen dann auch noch die klassischen Medien auf. Erfolgreiches Self-Marketing, kann man da nur sagen.

Das sagt übrigens Felix Magath selbst zu seinem Auftritt auf Facebook

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