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ING-DiBa, Adidas & Co. und Shitstorms auf Facebook: Mitreden ist kein Allheilmittel

Seit Monaten gibt es Diskussionen um den richtigen Umgang mit Shitstorms auf Facebook. Im Oktober 2011 stolperte Schlecker in eine Diskussion um seinen neuen Werbeclaim und verstrickte sich durch aktive Kommunikation immer mehr in ein Problem. Im Dezember waren dann einige EM-Sponsoren Opfer von Tierschützern. Kritisiert wurden sie teilweise für zu wenig aktive Teilnahme an der Diskussion auf ihren Facebook-Seiten. Nun geht es bei der ING-DiBa um die Wurst, weil ein paar Vegetarier den aktuellen TV-Spot des Unternehmens zum Anlass nehmen, ihre Interessen auf der Facebook-Seite des Unternehmens zu artikulieren.

Ich nehme zu all dem Stellung in einem Video. Dieses Video ist kein Plädoyer für völlige Untätigkeit. Wohl aber für differenzierte und besonnene Betrachtung und Vorgehensweise.

Ein Blick auf einzelne Posts und Kommentare auf der ING-Diba Facebook Seite zeigt übrigens, dass es durchaus einen Selbstreinigungsprozess innerhalb der Facebook Communities gibt. Und ich finde, dass dieses Statement, welches das eigentliche Thema geschickt umgeht (siehe unten) eine Souveränität beweist, die ich (übrigens Kunde von ING-DiBa) von einem Bankhaus erwarte. Das sehen scheinbar auch einige ernstzunehmende Kommunikations-Experten und Kunden so.

Screenshot mit Statement der ING-DiBa von deren Facebook-Seite

Bildquelle (im Kasten rechts oben): Welt Online
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zu Social Media Strategie mit henne.digital

{ 4 comments… add one }
  • Tapio Liller 14. Januar 2012, 19:41

    Danke Christian! Eine professionell aufmerksame, aber auf Basis einer klaren Strategie auch sehr gelassene Haltung zu solchen „krisenhaften Situationen“ (um mal das inflationäre S-Wort zu vermeiden) wird m.E. der Schlüssel zum sinnvollen Umgang damit sein. Aktionistische Reflexe („mehr mitreden !“) sind genauso fehl am Platz wie panikhaftes Abblocken. Wer die Urheber solcher Stürmchen und ihre Motivationslage analytisch sauber einzuschätzen vermag ist klar im Vorteil.

  • Christian Henne 14. Januar 2012, 22:32

    Nichts hinzuzufügen, Tapio.

  • Sandra 27. Januar 2012, 19:37

    Guter Artikel. Wie überall im Leben kann man auch in den Sozialen Medien entspannt bleiben. Überhaupt sollte man sich in puncto „Shitstorm“ immer fragen: Wie würde ich mit einer vergleichbaren Situation im realen Leben umgehen? Doch bestenfalls sachlich, den anderen ausreden lassen, eher deeskalieren – und weder dem anderen den Mund verbieten noch ständig dazwischen quatschen. Diese Kultur sollte auch in den Sozialen Medien selbstverständlich sein.

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