≡ Menu

Von „Supermuschi(i)“ bis Klapperstorch – Die Top10 der Bad Content Occasions

Von „Supermuschi(i)“ bis Klapperstorch – Die Top10 der Bad Content Occasions post image

Freunde, so kann das nicht weitergehen. Content Marketing. Content Strategie. Content Management. Ihr habt sicher schon gelesen, was aktuell mit dem Content los ist. Der ist ja so wichtig. Diese Woche findet in Frankfurt ne große Konferenz dazu statt. Seit Wochen schreiben sich Berater um Kopf und Kragen, wenn es um Content geht.

Und das ist richtig, denn ohne Content geht es doch nicht. Und wie Doris Eichmeier gerade schrieb, richtet schlechter Content ne Menge Unheil an. Im eCommerce zum Beispiel. Deshalb fragt Mirko Lange mit der innovativsten aller Content-Marketing-Ideen – der Blogparade – auch, wie „geiler Content geht“.

Nun, da will ich mich nicht weiter einmischen, sollen die Experten mal ihre Paraden machen. Hier aber ein paar Tipps fürs Leben, denn schlechter Content kann noch viel mehr kaputt machen. Dies ist die Liste der „Top10 Bad Content Occasions“:

1) Die Ehe:

Kennen wir alle. Du kommst abends nach Hause. Und Du hast einfach nix zu erzählen. Oder bist so genervt, dass Du es nicht sauber rüberbringst. Negative Storytelling und Zack!… bewegst Du Deine Partnerschaft in die Abwärtsspirale. Für Paare, die keinen guten Content haben, sehe ich schwarz. So was geht nicht lange gut. Irgendwann wird dann fremder Content verwendet, und noch schlimmer zweitverwertet. Fliegt irgendwann auf und Aus!

2) Die Kinder:

Ich weiß es selbst. Du gibst dem Junior das iPad. Der schaut drauf, nach zwei Minuten guckt der Dich gelangweilt und fordernd an. Einfach kein geiler Content drauf. Du argumentierst in bester PR-Manier, was das Ding kostet, dass man nicht irgendnen Quatsch spielen soll. Alles richtig, nur die Target Group kauft es dir nicht ab. Und gelangweilte Kinder sind gefährlich. Hochgefährlich. Der schlechte Content greift viral schnell aufs gesamte Familienleben über. Und dann bist Du wieder bei Punkt 1.

3) Der Kindergarten (besonders krass)

Freunde, das ist kein Spaß. Der Michi spielt mit 4 Jahren schon Clayderman auf dem Flügel. Pah, Luis hat schon mehr Tore als Thomas Müller geschossen. Hä?, Luise (5) spricht 5 Sprachen und versteht Euch schon nicht mehr. Das ist die Realität Leute. Haste da keine ordentlichen Premium-Stories auf Lager, dann kannste Dein Kind auch aufm Dorf von Omi betreuen lassen. Content is Kid!

4) Die Sport-Truppe

Absoluter Klassiker. Nehmen wir mal die Mountainbike-Clique. Ich meine, kann man sich vorstellen, vor und nach der Ausfahrt nicht mindestens 5 Minuten über die neuesten Parts, das Gewicht und die coolsten Trails zu reden? Komm da mal an und sage: „Ey Leute, ich will nur ein bisschen fahren.“ Und Tschüss!

5) Der Mädels-Kaffeeklatsch

Machen wir’s kurz: Ohne Gala, Bunte & Co. brauchste da nicht auflaufen. Content is Princess, der Prosecco fällt nebenbei ab.

6) Der erste Grillbesuch

Ihr kennt das. Die Nachbarn kommen das erste Mal. Alle hauen sich in Schale. Hilfiger-Klamotten an, neuester Gucci-Duft, Prada-Sonnenbrille ins Haar. An sich kein schlechter Content. Aber sorry, das ist nur schmückendes Beiwerk, nur der Rahmen für das, worum es eigentlich geht. Richtig, die besten Urlaubs-Locations. Die Costa Smeralda auf Sardinien bei Luigi. Ah ja, herrlich, bisschen viel Sonne, aber hinterm Haus top. Im Winter nach Kitzbühel. Logisch. Quasi das Wohnzimmer mit eigener Ferienwohnung. Drunter macht man es nicht. Ja ja, das ist Content, da bleibt man gerne. Dazu wird der beste Sauvignon des Hauses gereicht, kleine Story noch vom persönlichen Weinbauern. So bringt man sich ins Gespräch. Haste das alles nicht, dann kannste Dir Deine zwei Rostwürste auch in der Pfanne machen.

7) Das soziale Netzwerk (zum Beispiel Facebook)

Wie soll das denn funktionieren? Facebook ohne geilen Content? Und das ist doch sooo einfach. Schnelles Foto von „Supermuschi“, der neuen Katze. Einmal im Restaurant essen, und hoch mit dem Bild von der Vorsuppe. Mal mit den Joggingschuhen zum Bäcker gegangen? Macht ne Marathon-Story draus. Ansonsten seid Ihr out! Euer Netzwerk will gefüttert werden. Mit geilem Content. Wenn ihr den nicht habt, dann meldet Euch halt ab.

8) Das erste Date

Siehe Punkt 7.

9) Public Viewing

Ganz heiße Kiste. Denn hier bist Du nicht vom eigenen Content abhängig, sondern von dem auf dem grünen Rasen. Wer wissen will, wie hart das Leben mit schlechtem Content sein kann, der schaue aktuell mal nach Spanien, Portugal, England oder Italien. Da kannste Deine Public Viewing Bar zumachen.

10) Das Social-Media-Berater-Leben

Hier schließt sich der Kreis. Content Marketing heißt ja nix anderes, als Inhalte zu vermarkten. Zum Beispiel zu Content Marketing. Klingt für Laien eventuell nach Durchlauferhitzer. Denen sei gesagt: Ja, stimmt. Denn seien wir mal ehrlich, was sonst macht das Marketing, seit es existiert? Richtig, es vermarktet irgendwelche Inhalte. Ich habe allerdings speziell von Beraterseite zuletzt so viel Banales und teilweise Schlechtes über Content gelesen, dass ich mir gar nicht mehr sicher bin, ob die Qualität von Content wirklich so wichtig ist. Torsten Matthes schrieb vermutlich völlig zurecht: „Den Content bringt der Klapperstorch“ (ich verlinke das fairerweise)

Ich bin am Mittwoch und Donnerstag übrigens auf dem Content Strategy Forum in Frankfurt. Klingt für mich nach einer Veranstaltung der besseren Art. Etwas Sorge habe ich dennoch…

UPDATE: Das Content Strategy Forum 2014 war eine Klasse-Veranstaltung. Sie hat sich wirklich gelohnt. Großes Kompliment an Sascha Stoltenow und das Team von Script Communications. Sie haben es verdient!

Hier geht’s zur Agentur für Social Media Strategie HenneDigital.
{ 1 comment… add one }
  • Björn Rother 4. Juli 2014, 11:57

    Einfach nur ein großes Lob – sehr sehr geil geschrieben! ;-D

Leave a Comment