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Online Reputation Management – Mehr als Blog, Social Media und SEO?

Online Reputation Management ist aktuell eines der großen Kommunikationsthemen. Unternehmen müssen Dialog führen, sich in Social Media engagieren, am besten einen Blog haben, die PR SEO-Gesichtspunkte berücksichtigen. In einem Artikel lässt sich sicher kein komplettes Bild über das richtige Online Reputation Management geben, aber vielleicht ein paar Anstöße.

Die Social Media Experten sprechen von Transparenz, von einer neuen Kultur, von Blogs oder Kanälen wie Facebook und Twitter. Die SEO’ler sprechen darüber, wie google Inhalte und Verlinkungen bewertet, welches die richtige Key Word Dichte ist, und so weiter.

Gibt es etwa noch mehr?

Die Entscheider in den Unternehmen aber müssen das große Bild sehen. Für sie geht es darum, wie das Unternehmen/die Marke im Web eine Präsenz erreicht, eine glaubwürdige Reputation aufbaut, die nicht vom Hype einzelner Communities bzw. den sich ändernden google Algorithmen abhängt.

Die Bedeutung der Suchmaschinen

Natürlich haben Suchmaschinen – allen voran google – nach wie vor eine riesige Bedeutung. Die Frage nur ist, wie ich mit dieser Bedeutung umgehe. Es ist unbestritten wichtig, die eigenen Plattformen so zu optimieren, dass sie mit den richtigen Inhalten auch gut gefunden werden. Hier gibt es gerade für die PR noch viel zu tun. Je nach Branche aber gibt es auch andere Seiten, die eine riesige Relevanz haben. Allein schon deshalb, weil Konsumenten nach Testergebnissen oder Erfahrungen suchen. Für Consumer Products sind Seiten wie ciao.de oder testberichte.de teilweise enorm wichtig. Sie stehen nach der Brand oftmals schon an Nummer 2 bei google. Für E-Commerce-Unternehmen nehmen Affiliates eine große Bedeutung ein, ein Großteil der Produkte wird über sie verkauft. Nicht zu vergessen Wikipedia oder wichtige Online-Redaktionen – per se schon mal höchst google relevant und auch noch mit einer gewissen Glaubwürdigkeit ausgestattet.

Darüberhinaus gibt es noch mehr:

via www.reputation-management-blog.de

Ein Unternehmen muss mit Blick auf SEO also nicht nur die eigenen Seiten im Blick haben, sondern auch externe Seiten mit einem hohen Ranking. Und auf vielen davon können Unternehmen reagieren – direkt oder indirekt. Affiliates sind Geschäftspartner, mt denen sich etwas entwickeln lässt. Bei Kritik lässt sich auf vielen Empfehlerseiten ganz offiziell von Unternehmensseite Stellung nehmen. Zufriedene Käufer kann man um eine positive Bewertung bei Testberichten bitten. Transparenz und Offenheit sind dabei in der Tat Voraussetzung.

Social Media und die Influencer

Empfehlungen sind ein wesentliches Kaufargument, wie auch diese Studie belegt. Und im Unterschied zu google filtern in den Social Communities Menschen die Informationen und bewerten sie. Dass eine Empfehlung von einem Menschen, zu dem ich in Beziehung stehe, eine andere, wenn nicht höhere Relevanz hat als das google Ranking dürfte jedem klar sein. Nach einer aktuellen Studie sind Twitter-User die einflussreichsten Nutzer im Internet.

Was erzähle ich dem gewonnen Freund?

Aus diesem Grund ist auch wichtig, dass Unternehmen sich hier in die Kommunikation involvieren. Nur muss klar sein, dass eine coole App auf Facebook nicht zwangsläufig dazu führt, dass man empfohlen wird. Dies kann durchaus sinnvoll ein, um Freunde oder Follower zu generieren – entscheidend aber ist die Content Strategie, die dahinter steht. Was erzähle ich dem gewonnen Freund. Was ist für ihn relevant? Diese Frage muss zu Beginn stehen und nicht erst, wenn 10.000 Freunde oftmals mit finanziellem Einsatz gewonnen wurden. Und sie kann nur unternehmens-intern geklärt werden, es gibt hier keine universelle Antwort. Letztlich muss hier eine solide Planung vorausgehen wie bei einer Werbe- oder PR-Kampagne.

Wichtig ist und bleibt der Dialog. Den haben Unternehmen übrigens schon immer geführt. Mit Geschäftspartnern, mit Mitarbeitern, mit Journalisten. Nur so lässt sich erfahren, was die Menschen interessiert, was sie für relevant halten. Dieser Dialog passiert nun zunehmend öffentlich – und genau darauf müssen Unternehmen reagieren. Indem sie sich einmischen und die Kommunikation aktiv mitgestalten.

Dies passiert dann auch nicht aus kommunikativem Selbstzweck. Die Rechnung ist ganz einfach: Eine gute Reputation verkauft. Online wie offline.

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