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Der Sky Videotalk und Google Hangouts als Möglichkeiten für Digital Relations

Ich habe in der letzten Woche viel über den Google+ Hangout von Sky geschrieben. Klar, weil HenneDigital bei Planung und Umsetzung mit geholfen hat. Auch klar, weil Sport und speziell Fußball ein sehr großer Teil meines Leben sind – aktiv wie auch als Zuschauer im Stadion oder vor dem TV.

Von daher war ich auf den Sky Hangout auch als Fußball-Fan gespannt. Hans Sarpei als Kultfigur der Profifußballszene in Deutschland. Eigentlich auch wirklich einzig aktiver Social Media Profi, wenn man mal die oft von Beratern oder Agenturen gesteuerten Facebook-Seiten der anderen Profis außen vor lässt.

Experte Lehmann

Ich habe mich aber ehrlich auf Jens Lehmann gefreut. Lehmann ist für mich so ein wenig der Querkopf. Das war er schon als Profi – und er ist es in meinen Augen auch heute als Experte. Lehmann nimmt oft eine Gegenposition ein, aber er argumentiert sie auch sauber. Er ist ein Kenner des internationalen Fußballs – das unterscheidet ihn in meinen Augen wesentlich von Oliver Kahn. Und so war die Runde im Hangout gestern thematisch eine sehr  vielschichtige: Vom Meisterrennen über das Derby Schalke-BVB, der Frage der internationalen Belastung, Spielstile in Europa, Rolle von Hoeneß bei Bayern bis hin zum Champions League Halbfinale und der Fußball-EM und den Chancen des deutschen Teams. Auch zu Profifußball und Social Media wurde gesprochen.

Neben den Bloggern Carsten Knobloch, Daniel Rehn, Ina Steinbach waren auch Thomas Knüwer und Joachim Schuth (Bild) eher von journalistischer Seite mit dabei. Und ich persönlich glaube, dass diese Google+ Hangouts eine große Chance für Media und Influencer Relations sind. Dies bestätigte auch Thomas Knüwer: „Die Google Hangouts können eine gute Möglichkeit für Pressegespräche sein, für die man früher alle vor Ort hätte einladen müssen.“ Joachim Schuth hatte sich übers iPhone eingewählt und war ebenfalls begeistert. Man stelle sich vor, dass Journalisten die Möglichkeiten erhalten, direkt nach Spielschluss oder in der Redaktion mitten im Artikel sich in einen Hangout einzuwählen und ein paar Aussagen mitzunehmen.

Hangouts für Digital Relations

Ich glaube, dass für viele Unternehmen, die mit Testimonials arbeiten – auch außerhalb des Sports – Hangouts inkl. der Zweitverwertung über YouTube oder weitere Pages im Social Web eine gute Ergänzung der sonstigen Kommunikation sind. Für den ein oder anderen könnten sie sogar zum zentralen Element werden, weil die Hangouts möglicherweise zu Diskussionen führen, die man dann auf den eigenen Seiten fortführen kann. Das klingt nach verdammt viel Engagement. Da Google nach Aussagen von Stefan Keuchel an Aufzeichnung und Livestream Möglichkeiten arbeitet, wird das ganze zukünftig für viele sicher noch klarer. Welche PR-Wirkung solcherlei Aktivitäten haben zeigt auch der Artikel in der W&V zum Sky Hangout im Vorfeld.

Und hier noch ein paar wesentliche Aussagen aus dem Sky Hangout, die für mich hängengeblieben sind:

Jens Lehmann… 

… zum FC Bayern: „Mich würde mal interessieren, wie der Verein die neue Rolle von Uli Hoeneß so verkraftet hat. Jeder weiß ja, wie es ist, wenn der Chef plötzlich nicht mehr da ist und eine ganz andere Atmosphäre herrscht.“

…zu Borussia Dortmund: „Wir hatten bei Arsenal schon mit 21 Jahren Weltklassespieler. Da hat der Uli Hoeneß in Sachen BVB schon ein wenig Recht. Der BVB kann es sich nicht leisten, noch eine Saison international nicht das Achtelfinale zu erreichen.“

… zum modernen Fußball an sich: „Verteidigen können alle, das kann man lernen. Die Kunst ist es, gut anzugreifen. Das können nur ganz wenige Mannschaften. Und das macht den Unterschied.“

… zu seinen Aktivitäten im Social Web: „Was, ich habe eine Facebook-Seite? Davon weiß ich nichts. Ich halte davon nicht viel. Hier so im Videotalk, das finde ich ganz gut. Da sieht man sich.

Diese letzte Aussage bestätigte übrigens auch Joachim Schuth von der Bild „Bei einem Anruf sagt Dir einer was, und denkt eventuell etwas ganz anderes. Das siehst Du aber nicht. Hier so von Angesicht zu Angesicht ist das viel realer. Das gefällt mir sehr gut.“

Ich habe Hans Sarpei im Hangout gefragt, wie denn so die Stimmung der Profi-Fußballer in Sachen Social Web ist. Ob sich die Kollegen an ihm orientieren. Seine klare Aussage war, dass die meisten Angst haben, dass ihnen die Fans nach schlechten Leistungen vorwerfen, statt ordentlichem Training viel zu viel Zeit auf Twitter & Co. zu verbringen. Und dass auch die Vereine oftmals eher bremsen.

Thomas Knüwer, auch Anhänger der Deutschen Eishockey-Liga, warf daraufhin noch ein, dass viele amerikanische Eishockey-Profis in der DEL sehr aktiv wären im Social Web und ihre deutschen Kollegen mitziehen würden.

Da habe ich mich am Ende gefragt, ob wir uns nicht den Klinsi wieder zurück in die Bundesliga wünschen sollten…

Dirk Grosse von Sky hat gestern in der Feedback-Runde bereits angekündigt, diese Hangouts häufiger durchführen zu wollen. Und ein Blick in die Sky Experten-Liste mit Ottmar Hitzfeld, Stefan Effenberg oder dem Kaiser persönlich verspricht einiges. Für alle Interessierten empfehle ich an der Stelle die Sky Videotalk Seite auf Google+. Ausschnitte des Hangouts kommen in den nächsten Tagen.

Blogposts zum Thema:
Caschy auf www.stadt-bremerhaven.de
Thomas Knüwer auf www.indiskretionehrensache.de

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zur Agentur-Website der Online PR Agentur HenneDigital

 

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