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Brauchen Sie einen Social Media Berater und was muss er fragen?

Ich gebe gleich zu, die Idee für diesen Beitrag basiert auf einem Artikel von Wolfgang Lünenburger zum Thema „Feuern Sie Ihren Social Media Berater“ und der entsprechenden Reaktion von Mathias Richel inkl. Kommentaren.

Da ich ja Unternehmenssprecher und Berater in einem bin, nutze ich die Chance, meine Sichtweise kund zu tun:

Bevor ich meine 10 Punkte aufliste, möchte ich kurz auf die Begrifflichkeit eingehen: Social Media Berater, Social Media Kommunikation, Social Media Kultur – all diese Termini engen den Bereich der Kommunikation doch sehr ein, weil sie einfach dem kommunikativem Verkaufsthema Social Web aufsitzen. Es gab in den letzten Jahrzehnten immer wieder mediale Revolutionen: Das Fernsehen an sich, das Privatfernsehen, das Internet. Auch mal Second Life übrigens. Aber eine eigene Disziplin innerhalb der Unternehmenskommunikation ist daraus zumindest dauerhaft nicht entstanden.

Aus gutem Grund denke ich, denn Unternehmenskommunikation muss immer das Unternehmen und die Inhalte in den Mittelpunkt der Strategie stellen, nicht Kanäle. Auch deshalb, weil Inhalte im Web dort nicht mehr verbleiben, sie finden durchaus den Weg in klassische Medien. Und dann sprechen die Leute ja auch außerhalb des Netzes noch miteinander, z.B. mit Freunden oder Verkäufern. Auch hilft ein Blick in die neueste ARD/ZDF-Onlinestudie.

Nicht dass ich falsch verstanden werde: Ich glaube an ein großes Potenzial des Social Webs. Nur um die Kommunikation dort für ein Unternehmen auch werthaltig zu machen, bedarf es mehr als einem Ruf nach Dialog und Transparenz.

Hiervon ausgehend nun meine Charts, was der Kommunikationsberater im Sinne von wirklich strategischem Vorgehen und Zielerreichung fragen könnte, vielleicht sogar sollte – es gibt ganz sicher noch mehr:

1. Was sind Ihre Produkte bzw. Dienstleistungen? Wie ist das Marktumfeld?

2. Wo ist Ihr Unternehmen stark, was sind die Schwächen? Wo gibt es Krisenpotenziale?

3. Wie ist das Unternehmen und die Kommunikationsabteilung strukturiert?

4. Wie ist die bisherige Wahrnehmung in der Öffentlichkeit? Was sagen die Image-Werte?

5. Was ist Ihre bisherige Kommunikationsstragie?

6. Welche messbaren Ziele verfolgt die Unternehmenskommunikation?

7. Was sind Ihre (persönlichen) Erfahrungen mit Social Media?

8. Was sind Ihre Erwartungen an Social Media? (im Sinne messbarer Ziele)

9. Welches Budget planen Sie für eine gute Online Reputation?

10. Welche Influencer bzw. Third-Party-Endorsements sind existent?

Aus alledem folgt dann Frage 11: Wann kann ich loslegen? Eine Frage, die mich persönlich immer mindestens so stark interessiert wie die anderen 10!

{ 2 comments… add one }
  • Birgit Dondorff 1. September 2010, 12:21

    Hallo Christian,
    schöner Beitrag!
    Ergänzend, da gerade der KMU die Kommunikation nicht integriert hat, bzw. noch nicht als solches für sich erkannt hat:
    3a) wie z.B: Wie gehen Sie im Unternehmen mit dem Thema „Kommunikation“ um? Abteilung, externer Dienstleister?

    Viele Grüße

    Birgit

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